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Wan Tan (馄饨)

Juni 9, 2010
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  • ca. 80 Wan Tan Blätte

Für die Füllung:

  • 400g Schweinshackfleisch (am besten ungewürzt)
  • 150g Garnelen
  • 1 Scheibe Fettspeck
  • 100g gefr. Spinat
  • ein wenig getr. Krabben (虾米)
  • Ingwer
  • Zwiebellauch
  • Knoblauch
  • Reiswein

Für das Topping:

  • 3 Eier (L)
  • getr. Seetang (紫菜) oder alternativ Nori-blätte für Sushi

4EL helle Sojasoße, 1TL Sesamöl, 4EL Reiswein, entspr. Menge (nicht zu knapp) Salz in das Fleisch geben. 2EL Reiswein, Prise Salz und ein wenig weißer Pfeffer zu den Garnelen geben. Fleisch und Garnelen ca. 30 Min. ruhen lassen. Währenddessen das Spinat möglichst trocken auswringen. Die Eier würzen, schlagen, in einer Rühreipfanne zu einem dünnen Omelette anbraten und das Omelette in feinen Streifen schneiden. (praktisch Flädle aus Omelette). Ingwer, Zwiebellauch und Knoblauch feinhacken. Knoblauch in ein wenig Fett vorbraten. Lauch, Ingwer und Knoblauch in das Fleisch reinrühren. Ein wenig Zwiebellauch für Topping übrig lassen. Nun das Fleisch in ca. 150g + 250g Stapeln aufteilen. Die kleinere Menge Fleisch  den Garnelen vermischen und fein hacken. Die andere Stapeln mit Spinat, den getr. Krabben vermengen und ebenfalls fein hacken. Nun ist die Füllung fertig. Das Füllen fordert an sich ein wenig Übung.Hier gibt es ein Foto mit entspr. Schritten. Wenn die Wan Tans gemacht sind. Ein Topf Wasser zu kochen bringen, die Wantans dazu geben und ca. 5 Minuten kochen. Beim Servieren die Toppings nach Belieben dazu geben.

Das “Wan Tan” kommt eigentlich aus dem kantonesischen Dialekt. Auf Mandarin heißt diese Speise u.a. in den meisten Regionen Chinas “Hun Tun”. Diese Speise dürfte die Vorlage für das italienische Tortellini geliefert haben. In der chinesischen Küche hat diese Speise lange Tradtion. Sie stammt aus Nordchina. Die erste Aufzeichnungen darüber lassen sich auf  ca. 200B.C. datieren. Der Herkunft des Namen ist nicht genau überliefert. Witzigerweise klingt das Wort haargenau gleich wie die Bezeichnung für die “Ursuppe” vor der Schöpfung nach den chinesischen Schöpfungsmythen – Passt insofern recht gut wegen der “geschlossenen” Form, die alles in sich einschließt. “Hun Tun” hat, je nach Region, viele Varianten, die sich in Namen,  Füllung, Teig und Form unterscheiden. Im Norden gibt es parallel zu “Hun Tun” auch sogen. “Jiao Zi”. Die haben einen dickeres Teig, sind einfacher zu füllen. Das russiche “Pierogi” hat übrigens von Form und Füllung her eine erstaunliche Ähnlichkeit zu “Jiao Zi”. Hier liegt die Vermutung nahe, dass die “Jiao Zi” wohl einst von russischen Reisenden aus China nach Russland gebracht und dort zu “Pierogi” wurde.  ;-)

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